Praxis Dr. Alfred Stennes

Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie

 
 

Was der Herbstwald an Gesundem liefert


Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Herbsttag durch den noch dicht belaubten Herbstwald zu spazieren? Die Natur zeigt sich von ihrer farbenfrohesten Seite und der Wald präsentiert jetzt so manche gesundheitlich hochwertige Frucht. Viele von diesen werden sogar pharmazeutisch genutzt und zu gesundheitlich hochwertigen Arzneien verarbeitet.
Rosskastanien enthalten Saponine, das sind Stoffe, die nachweislich positiv auf die Venen wirken und Ödembildungen verhindern können.
Wal- und Haselnüsse. Ernährungsexperten raten vor allem älteren Menschen, auf eine ausreichende Zufuhr von Zink zu achten. Zu den besten Lieferanten zählen Wal- und Haselnüsse. Die schmackhaften Früchte liefern pro hundert Gramm 3,42 mg Zink, pro Tag sollten bei Erwachsenen 7-10 mg auf dem Speiseplan stehen. 
Rinden von Pappel oder Weide. Verwendet werden die Rinden von Pappel oder Weide. Sie gelten als hervorragende Therapeutika bei rheumatischen Erkrankungen, sollen zur Abnahme des Schmerzes und zu einer Verbesserung der Beweglichkeit beitragen. 
Moos, da allerdings bevorzugt die isländische Form, wird bei Erkältungserkrankungen eingesetzt. Es legt eine Art Schutzfilm über den Rachenraum und mindert so starken Hustenreiz.
Wacholderbeeren wurden schon vom berühmten Pfarrer Sebastian Kneipp als Mittel gegen Husten und bei Verdauungsbeschwerden verwandt. Die Früchte des Baumes des Jahres 2002 sollen aber auch bei Rheuma, Gicht und Gelenkerkrankungen helfen. 
Hagebutte gehört zu den besten Vitamin C- Spendern überhaupt, zusätzlich aber liefert sie auch reichlich B- Vitamine und wertvolle Mineralstoffe. Schon Hippokrates schätzte die Heileigenschaften der Herbstfrucht und verschrieb sie bei Entzündungen und zur Stärkung der Abwehrkräfte.
Himbeere. Kein anderes rohes Lebensmittel verfügt über so viel Salizylsäure wie die Himbeere. Diese natürliche Salizylsäure ist verwandt mit dem Wirkstoff in Aspirin®. Sie dämpft Schmerzen und wirkt Fieber senkend. Der hohe Kalziumanteil in Verbindung mit Vitamin C macht die süße Frucht außerdem zur natürlichen Hilfe für die Knochen.
Preiselbeeren. Zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten empfehlen Experten Extrakte aus Preiselbeeren oder die dunkle Frucht in Form von Saft oder Nektar. Nach amerikanischen Studien sollen Preiselbeer- Tannine dafür sorgen, dass sich E. coli- Bakterien nicht an die Zellen des Harntraktes anbinden können. Die Bakterien werden dann, ohne sich schädlich auswirken zu können, mit dem Urin aus Blase und Nieren ausgeschwemmt.
Pilze. Neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen spenden Pilze vor allem auch das seltene Vitamin D. Vorsichtig sollte man aber bei der Zubereitung sein. Die Pilze sollten nur frisch und gereinigt verarbeitet werden. Da sie schwerer verdaulich sind, müssen sie auch gut durchgekaut werden.