Praxis Dr. Alfred Stennes

Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie

 
 

Die Teetasse

Was gibt es Schöneres als an einem kalten und regnerischen Herbsttag gemütlich in der molligen Wohnung zu sitzen und eine heiße Tasse Tee zu sich zu nehmen? Das Beste: man kann gleichzeitig noch etwas für seine Gesundheit tun, denn für fast alle Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen, aus dem man einen heilenden Trunk brauen kann.
Hilfe, die nächste Erkältung beginnt mit pochenden Kopfschmerzen: dann gibt es nur eins, drei Tassen Holunderblüten-Tee täglich trinken, das wirkt wahre Wunder! Hat es einen dann doch erwischt mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit, hat Mutter Natur so manches wirkungsvolle Mittel in ihrer Teeapotheke. So lindern bei starkem Husten Spitzwegerich- oder Malvenblüten-Tee die Beschwerden.
Ist der Hals entzündet, beruhigt Kamillen- oder Salbeitee. Bei Fieber altbekannt als geeignetes Mittel sind Weiden- oder Lindenblütentees. Hat sich die Stimmung dem grauen Wetter angepasst, beweist Johanniskraut seine erhellende Wirkung. Sorgt die depressive Stimmung für unruhigen Schlaf, raten Naturheiler dazu, täglich mindestens drei Tassen Baldriantee zu trinken.
Als geeignetes Rezept zur Stärkung des Herzens wird Weißdorntee angesehen. Will man seiner Leber etwas Gutes tun, sollte sich in der Teetasse ein Aufguss aus Mariendistelfrüchten oder Artischockenblättern befinden. Auch Schafgarbe und Wermutkraut können der Unterstützung dieses Organs dienen.
Läuft einem schon einmal die Galle über, hilft Alant oder Löwenzahn, ebenso ein schmackhafter Pfefferminz-Tee.
Gibt es Probleme mit der Blase, dann hat sich Birkenblätter-Tee bewährt.
Zuviel gegessen, Blähungen, Völlegefühl und Sodbrennen? Vor allem diese drei Gewürze sind wärmstens als Tee zu empfehlen: Anis, Fenchel und Kümmel. Und bei Verstopfung erweist Fenchel seine wohltuende Wirkung. 
Unterstützend können bei rheumatischen Erkrankungen Teufelskrallenwurzel und Weidenrinde eingesetzt werden.
Natürlich aber gilt: Tees sind keine Wundermittel, sie ersetzen in keinem Fall verordnete Medikamente. Ein Arzt sollte in jedem Fall aufgesucht werden, wenn plötzlich auftretende Beschwerden trotz Teekur stärker werden oder bestehen bleiben.
Wie wär´s jetzt mit einer teatime