Praxis Dr. Alfred Stennes

Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie

 
 

Röntgenmethoden im Überblick

Für die Entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahre 1895 erhielt Wilhelm Conrad Röntgen 1901 den ersten Nobelpreis für Physik. Tatsächlich aber gehört die Möglichkeit, einen Körper strahlentechnisch zu durchdringen und sein Inneres abzubilden zu den revolutionärsten Entwicklungen in der Medizin. Hauptanwendungsgebiet ist die Diagnostik des Skeletts sowie der inneren Organe, die mittels Kontrastmitteln sichtbar gemacht werden können. Seit den Kindertagen der ersten Röntgengeräte wurden diese ständig in ihrer Bildqualität verbessert, zugleich kommt es heute zu einer deutlich verminderten Strahlenbelastung für Patient und Bedienungspersonal. Reicht die “normale“ Röntgenuntersuchung nicht aus, stehen dem Arzt weitere hochmoderne Diagnosesysteme zur Verfügung.
Die wichtigsten im Überblick:

Mammographie:
Nach wie vor gilt diese Untersuchungsform als eine der sichersten Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Untersuchung sollte zu Beginn des Zyklus, nach der Beendigung der Blutung durchgeführt werden, weil in diesem Zeitraum die Brust weniger schmerzempfindlich ist. 

Kernspintomographie:
Sie wird auch als Magnetresonanztomographie bezeichnet und am häufigsten zur Erkennung von Krankheiten des Kopfes, der Wirbelsäule und der Gelenke eingesetzt. Da die Bilder mit ungefährlichen Magnetfeldern erzeugt werden, können damit auch Schwangere und Kleinkinder ohne Risiko untersucht werden. Ein großer Vorteil ist, dass bei diesem Verfahren die Bilder dreidimensional dargestellt werden können, sodass beispielsweise Entzündungen oder Tumore präzise in Größe und Umfang erkannt werden. 

Szintigraphie:
Durch Zuführung von radioaktivem Material werden aus bestimmten Körperbereichen Strahlenimpulse aufgezeichnet. Entsprechende Aufnahmen ermöglichen eine Beurteilung der Aktivität in diesen Organen. So wird die Szintigraphie in erster Linie zum Aufspüren von heißen oder kalten Knoten in der Schilddrüse verwandt. Ebenso zur Untersuchung , ob Teilbereiche der Lunge weniger mit Sauerstoff versorgt sind und deshalb schlechter arbeiten. 

Fluoreszenz- Angiographie:
Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch Spritzen eines pflanzlichen Mittels Blutgefäße auf einem Photo dargestellt werden können. Der Kontrast auf dem Bild entsteht durch einen Farbstoff aus den Pflanzen, der bei Beleuchtung mit Licht einer bestimmten Farbe strahlt. Häufig eingesetzt wird die Methode in der Augenheilkunde zur Untersuchung der dort befindlichen Blutgefäße. 

Tipps:
Steht bei Ihnen eine Ihnen nicht geläufige Untersuchung an, scheuen Sie sich nicht, den Arzt danach zu fragen. Lassen Sie sich über die Vorteile und die Risiken gründlich aufklären. Auf jeden Fall sollten Sie aber auch den Arzt, bei dem Sie sich in Behandlung befinden oder zu dem Sie sich zu einer Röntgenuntersuchung begeben, über bereits bei Ihnen durchgeführte Durchleuchtungen informieren. Am besten nehmen Sie die alten Aufnahmen gleich mit, dadurch können unnötige Aufnahmen vermieden werden.