Praxis Dr. Alfred Stennes

Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie

 
 

Vitamine

Die Tage werden wieder kürzer, es wird merklich kühler und ungemütlicher.
Eine ganz schöne Belastung für den menschlichen Organismus! Die beste Grundlage für die Gesundheit in der kalten Jahreszeit ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, dazu Fisch oder Geflügel.
Bei gesunden und jungen Menschen reicht eine gesunde Mischkost aus, um die optimale Versorgung mit Vitaminen zu gewährleisten. Heranwachsende, Schwangere, stillende Mütter, Raucher, ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen aber haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen.
Ebenso Patienten, die Schmerzmittel oder regelmäßig andere Medikamente zu sich nehmen. Sie sollten zusätzlich Vitaminpräparate zuführen. Die Dosierung sollte mit einem Arzt abgesprochen werden, denn der übermäßige Konsum von Vitaminen kann sich durchaus auch als schädlich erweisen. So können sich die fettlöslichen Vitamine A und E in der Leber, in den Muskeln oder im Fettgewebe ablagern. Dort werden sie nur langsam abgebaut. Ständige Überdosierung kann zu leichten Vergiftungserscheinungen führen. 
So kann Vitamin A- Überdosierung zu Kopfschmerzen, Hautproblemen oder Haarausfall führen. Vitamin E im Übermaß kann Störungen der Blutgerinnung auslösen, zuviel Vitamin D Erbrechen, Schwächeanfälle, Kopf- und Gliederschmerzen. Umgekehrt gibt es neben Medikamenten noch andere Vitaminkiller. So sorgen Kaffee & schwarzer Tee für eine verstärkte Ausscheidung. Isst man viel Fett, wird kräftig Vitamin C und E abgebaut. Ähnliche Effekte lösen auch Sonnen- oder Solarienbäder aus. Risikopatienten, Infektanfällige und Menschen, die nicht gerne Obst und Gemüse zu sich nehmen, sollten ihre Ernährung mit Multivitaminpräparaten ergänzen, die zugleich auch Spurenelemente enthalten.
Die handelsüblichen Apothekenprodukte enthalten in aller Regel die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesmengen zur Deckung des Mindestbedarfs, so dass es nicht zu einer Überdosierung kommen kann. Über Monopräparate mit Einzelvitaminen sollte mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden.
Wer lieber auf Natur setzt, sollte wissen:
 Gute Vitamin A-Spender sind rohe Karotten (55 g decken den Tagesbedarf), Spinat (100 g) oder Aprikosen (200g).
 Vitamin B1 für 24 Stunden liefern 100g Sojasprossen, 80g Naturreis oder 100g Schweinefilet.
 Den Vitamin B2- Bedarf decken 3/4 Liter Milch, 160g Hähnchenbrust oder 200g Haferflocken.
 Vitamin B6 ist reichlich in Avocados (250g pro Tag reichen), ebenso in Bananen (zwei Stück) oder in Lachs (120g) vorhanden.
 Vitamin C sollte über den Tag verteilt zu sich genommen werden, da ein Zuviel schnell wieder ausgeschieden wird und nicht gespeichert werden kann. Optimal: kleine Zwischenmahlzeiten oder Beilagen mit Paprika (70g), Brokkoli (90g), zwei Kiwis oder ein bis zwei Gläser Orangensaft einplanen.
 Die Vitamin D-Tagesdosis erreicht man durch 100g Avocado, 200g Pfifferlinge oder eine Portion Fisch.
 Zur Regulierung des Vitamin D-Haushalts benötigt der Körper 20g Haselnüsse, 100g Sojabohnen, einen Löffel Weizenkeimöl oder 200g Kichererbsen.